Übersicht »Faschingskostüme
Artikel von PatrickWeber00 |
16.02.12 14:00 |
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Sag mir, als was du dich verkleidest und ich sag dir, wer du bist
Mit Faschingskostümen ist es so eine Sache. Die sind oft entlarvender als die normale Kleidung. Denn im Fasching zieht man sich so an, wie man es sich das ganze Jahr sonst nicht traut. Deswegen kann jeder die anderen Maskierten gut abchecken, wenn es darum geht, ein Faschingsgschpusi anzugraben.
Frauenkostüme:

Elfe, Fee oder Prinzessin
Ausgerechnet bei dieser zarten Art handelt es sich meist um leicht überbreite Schwertransporter. Die Elfen und Feen ähneln eher Hummeln. Der Beweis: Auch Cindy aus Marzahn verkleidet sich gerne als pinke Prinzessin. Muss man noch mehr sagen? Hier ist der Wunsch einmal das Gegenteil zu sein. Aber Elfenflügel mogeln keine 20 Kilo weg. Außerdem warten die Elfen oder Prinzessinnen auf das Gegenstück: Prinz Charming, der edle Held auf einem weißen Pferd. Selbst wenn dieser so ein Widerling ist wie in Shrek 2. Ab dem dritten Prosecco sind die Elfen leichte Beute. Vor allem für Faschings-Piraten oder Männer, die unter dem Jahr bei mittelalterlichen Reenactment-Gruppen mitmachen.
Engel
Meist das genaue Gegenteil des brav anmutenden Kostüms. Engel sind heiße Feger, die gerne mal auf unschuldig tun, aber plötzlich die Sau rauslassen. Das Gleiche gilt auch für Frauen, die im Fasching im Nonnenkostüm auflaufen. Die meisten haben unter dem Habit Strapse und Korsett und sind nur allzu eifrig dabei, ihren Segen zu geben. Papst Borgia würde sich sehr freuen.
Hexe
Da kommt es drauf an: die Sexyhexy ist im wahren Leben vermutlich Lohnbuchhalterin bei Siemens und will nun - getunt mit vier kleinen Feiglingen - im Fasching die Sau rauslassen. Anders steht es um die Frauen, die sich wirklich hässlich machen. Die haben meist unter dem Jahr freie Auswahl und haben es nicht nötig, sich besonders sexy aufzustrapsen. Sie genießen im Gegenteil, auch mal besonders unbeachtet zu bleiben. Da lohnt sich ein weiterer Blick hinter grünes Makeup und Warzen. Da könnte sich eine echte Megabraut verstecken. Das gilt übrigens für alle, die besonders hässlich im Fasching auftreten.
Männerkostüme
Pirat
Seit Jack Sparrow ist dieses Kostüm wieder hip und sexy. Vor allem wird es immer ähnlicher, je besoffener der Faschingsheld wird. Das kann nur von Vorteil sein. Andere klassische Piratenkostüme, mit Omas Kopftuch, Gummisäbel und Seidenhemd sind ein bisserl spießiger. Da denkt jeder Münchner an den Monaco Franze, der als Herr der sieben Meere im Fasching keine allzu glorreiche Figur abgab. Wer als Pirat geht, zeigt: er ist wild und abenteuerlustig, jedenfalls bis Faschings-Dienstag, 23h! Dann muss er nämlich ins Bett, weil er morgen wieder früh raus muss. Piraten sind leichte Beute für alle Fräulein in Not.
Als Star Trek Captain, Superheld oder als Jedi

Da kommt es drauf an: trägt der Mann das Kostüm ironisch im Fasching? Oder versteckt sich hinter den Spockohren ein Nerd, der endlich mal rumlaufen kann wie seine Helden, ohne nach Köln auf die Games Convention zu müssen. Da genügt ein Blick auf die Figur und das Benehmen. Wer sich perfekt in Klingonisch unterhalten kann, ist nur geeignet für Frauen, denen es nichts ausmacht, sich als Prinzessin Leia oder Uhura verkleiden zu müssen oder gerne zusieht, wie ihr Freund am Wochenende seine Comicsammlung nach dem Alphabet sortiert. Eine Ausnahme bilden Typen, die gemeinsam als Gerechtigkeitsliga gehen. Das sind Fans der Serie Big Bang Theory und als solche naturgemäß cool.
Männer als Frauen
Entweder witzig gemeint oder einer, der lieber selbst eine wäre. Das ist aber leicht herauszufinden. Nämlich je nachdem, wie gut gelungen die Aufmachung ist und an welchem Ende des Viktualienmarktes der Mann steht. Schöne Männer mit perfektem Make up braucht man Richtung Gärtnerplatz als Frau nicht anzusprechen. Da bekommt man höchstens Schminktipps, ansonsten eine Abfuhr.