Übersicht »Houstons Stern ging im P1 auf
Artikel von PatrickWeber00 |
13.02.12 10:42 |
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P1-Chef Franz Rauch sieht sie noch vor sich: die Szene, als sich ein sehr hübsches, aber sonst unscheinbares Mädchen in seinem Büro umzog, weil sie zuvor in einen Regenguss geriet. Stunden zu vor hat er bereits mit geholfen, eine kleine Bühne in dem Club zu bauen, dem er schon 1985 als Geschäftsführer vorstand.

Und das alles für einen Auftritt, der Musik-Geschichte schreiben sollte, den ersten von Whitney Houston in Europa. Rauch: „Das war mein Mega-Event, Ariola-Plattenchef Monti Lüfter hatte richtig Gas gegeben und alles eingeladen, was hier Rang und Namen hatte.“Der damalige P1-Türsteher Jan Klophaus erinnert sich ebenfalls an die denkwürdige Nacht: „Es war ein Donnerstag, und wir waren etwas genervt: eine Platten-Promotion einer unbekannten Sängerin in den heiligen Hallen des P1!
Das war eigentlich unter unserer Würde.“ Das änderte sich schlagartig. „Nach drei, vier Nummern waren wir total von den Socken und wussten: Da wurde gerade ein Weltstar geboren.“ Zwei Jahre später war die unbekannte Whitney bereits eine Soul-Diva. „Sie hatte gerade mit I wanna dance einen internationalen Hit“, erinnert sich Stefan Schneider, Stadionsprecher der Löwen und des EHC, der in den 80er-Jahren Chef im legendären Rock-Club Sugar Shack war. „Sie war auf Radio-Promotion in der Stadt, bei uns feierten die Pointer Sisters, als auf einmal Whitney reinkam.
Sie war wunderschön, das war ihre beste Zeit damals.“ P1-Boss Franz Rauch ist gerade in Los Angeles bei der Grammy-Verleihung. „Die Stimmung ist schon sehr gedrückt“, berichtet er. „Es gibt eigentlich nur ein Thema: Whintney Houston.“ Er muss es wissen, die tz erreicht ihn um halb drei Uhr morgens, Rauch kommt gerade von einer Grammy-warm-up-Party im Haus von Hugh Hefner. Doch nach Feiern ist den Stars nicht zumute. Sie wissen: Whitney, we’ll always love You!
(Thomas Oßwald)