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Artikel von PatrickWeber00 | 02.02.12 12:15 | 523 Augepos. bewerten

Die 089-Macher kriegen das baby!

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Es war lange Zeit das am besten gehütete Geheimnis des Münchner Nachtlebens: Was passiert mit dem mondänen baby!-Club, den die Betreiber Daniel Laurent, Ayhan Durak und Nikias Hofmann zum Jahresende am Maximiliansplatz aufgaben? Jetzt ist es fix: Mitte März eröffnet angleicher Stelle das Call me Drella von Tommy Welcker, Martin Putz und Gino Cicciarella.

 

 

 

Das Trio versieht derzeit noch in unterschiedlicher Funktion seinen Dienst in der benachbarten 089-Bar, deren Chefs Christian und Andreas Haidinger sowie Max Braunmiller ebenfalls am „Drella“ beteiligt sind. „Aber nur still“, sagt Braunmiller, „das sollen unsere Jungs mal schön selber machen, ich kann mich nicht noch um einen weiteren Laden kümmern.“

 

Der ausgefallene Namen ist eine Huldigung an Andy Warhol, der sich selbst den Spitznamen gab („Call me Drella“), ein Morphem der beiden Gegensätze Dracula und Cinderella. „Das beschreibt unseren Club ganz gut“, meint dazu Tommy Welcker, „auch bei uns sind Extreme willkommen, wir wollen alles andere als Mainstream sein und lassen zu.“ „Hauptsache extrovertiert, aber das Disco-Rad können wir natürlich nicht neu erfinden.“ Der Club-Name soll jedoch die einzige Reminiszenz an den genialen Pop-Art-Künstler sein, auch wenn das Erscheinungsbild des Drella sehr bunt und kreativ geplant ist.

 

Mehr wollen Welcker, Putz und Cicciarella noch nicht verraten. „Wir wollen unsere Gäste bei der Eröffnung überraschen.“ Dazu soll auch der Türsteher gehören. „Bei uns fängt der Spaß schon an der Türe an“ verspricht Cicciarella. Zumindest für die, die an ihm oder ihr vorbeikommen. „Die Türpolitik wird nicht strenger als im 089, aber anders“, erklärt Max Braunmiller. „Punks zum Beispiel passen ins 089 nicht so rein, ins Drella dafür umso mehr.“ Ebenso wenig wie bei der Kundschaft setzt das Gastro-Trio beim Sound auf Mainstream.

 

„Das wird ein bunter Mix aus Rock, Club House, dazwischen auch mal HipHop“, sagt Welcker und will dabei ganz bewusst auf namhafte Bookings verzichten: „Der Laden soll der Grund sein, warum unsere Gäste kommen, nicht der Promi-DJ.“ Den gibt’s zwar auch in der 089-Bar nicht, mit dem ausgefalleneren Sound und Publikum will man sich aber nicht nur von der Spaß-Bar nebenan abgrenzen, sondern auch direkte Konkurrenz vermeiden.

 

 

Öffnen wird das Drella erstmal nur freitags und samstags. „Aber bereits früher als andere Clubs, vielleicht so ab 20 Uhr“, meint Cicciarella.
 

 

(Thomas Oßwald)

 

 

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