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Artikel von PatrickWeber00 | 01.02.12 17:23 | 223 Augepos. bewerten

Nasty Monday P1

223 Auge
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Soll keiner sagen, sie hätten nicht alles versucht, die Jungs vom Ed Moses, um ihre K1X-Party am Montag nach vorne zu bringen. Sogar mit der wettbewerbsrechtlich durchaus angreifbaren Aussage „alle anderen ISPO-Partys sind in dieser Nacht abgesagt, kein Scherz“ haben sie die Fete des K1X-Labels ihres Gesellschafters Christian Grosse beworben.

 

 

 

 

Obendrauf lockten sie mit der München-Premiere des „allseits überkrass gefeierten DJ Teddy-O aus Köln“, wie es im Mailing hieß. Nun ja, für den Dom-Stadt-Teddy war es eine kurze Nacht zum Arbeiten-mangels Gästen. Gegenüber im Haus der Kunst dagegen, rannten die juvenilen Wollmützenträger dem P1 die Bude ein. Anlass der Feierlichkeiten: der Reifen-Hersteller Pirelli klebt dem Snowboard-Hersteller Burton im nächsten Winter Gummisohlen auf die Snowboard-Stiefel.

 

Optisch zeugten von der Zusammenarbeit vier im Club verteilte Gummi-Reifen, die sich gegen Dutzende auf dem Boden liegender Bierflaschen behaupten mussten. „Sind ja gar keine Mädels hier“, meinte ein Partygänger zu seinem Buddie seufzend. Tatsächlich war auf der Nacht-Piste das weibliche Geschlecht genauso unterrepräsentiert wie die auf der gemeinen Snowboard-Piste. Was die Jungs in dieser Nacht aber nicht weiter störte, immerhin hatten die Sponsoren die Nasty Mondays DJ Crew aus Barcelona eingeflogen.

 

An den Plattentellern verrichtete allerdings nur Soren seinen Dienst, sein Kompagnon Max musste mit kaputtem Knie zu Hause bleiben. Maxte nix, auch Soren demonstrierte mit vollem Einsatz seines tätowierten Körpers, warum der Nasty Monday in der katalanischen Metropole derzeit das Maß aller Party-Dinge ist. Ein eklektischer Mix aus Elektro, Indie, ollen Rock-Kamellen, Metal und New Wave brachte die Sportler-Posse zum Toben, hands up in the air und den Zeigefinger immer voraus.

 

Tags zuvor soll der DJ noch bis auf Socken und Sneakers nackt durch die 089-Bar gelaufen sein, selbst Dschungel-Micaela war da prüder. Im P1 hielt er die Bekleidungs-Konventionen hingegen weitgehend aufrecht. „Pass auf, in zwei Stunden kippt die Stimmung bei so viel Jungs“, meinte der Türsteher gegen zwei Uhr morgens noch. Es war höchste Zeit, zu gehen.

 

Nachtgeflüster:

 

Gerade erst feierte das Atomic Café die Vollendung seines fast schon biblischen 15. Club-Jahres, und wenn man dem Club nur eine Musik-Richtung zuordnen darf, dann sollte es Brit-Pop sein. Ist zwar nicht mehr ganz soooo angesagt, im Atomic werden die Brit-Pop-Fahnen jedoch nach wie vor mit Ernst, Spaß, Herzblut, Leidenschaft und guter Resonanz hoch gehalten - heute wieder beim „Britwoch“ mit den Innocent Boys.

 

 

Von wegen unschuldige Jungs. Auf der Atomic-Homepage stellen sie ihre Kundschaft vor die Wahl: „Fuck us or dance!“ Letzteres zu Indie, gepaart mit elektronischen Sounds.

 

 

(Thomas Oßwald)

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